Indienprojekt

Meine Freundin Susanne und ich haben 2017 den Förderverein Indien Saar gegründet. Liebe Freunde halfen uns bei der Gründung und so können wir nun für alle Ihre Spenden eine Spendenquittung erstellen.

Ich habe die Schönen aber auch die Schattenseiten Indiens kennengelernt und vieler Orts gesehen, warum Pfarrer Jean Jose, unser Gründungsmitglied, uns um Unterstützung bittet. In Schulungen vermittelt der Priester – mit Schwestern und Mitarbeiter vom sozialen Dienst – den Frauen der Gemeinden, wie sie mit einem Verkaufsstand, durch Schneidern oder mit Ziegen und Hühnern ihr Grundeinkommen sichern und die ärgste Not zu Hause lindern können. Denn viele Familienväter sind oft nur Tagelöhner –funktionierende Sozialsysteme für benachteiligte oder kranke Menschen, wie bei uns in Europa, gibt es in Indien nicht.

Südindien ist ein fruchtbares Land: Bananen, Reis und Kokosnüsse werden kultiviert. Aber Dürre oder Regenzeiten bringen auch immer wieder existentielle Not. Dann brauchen die Menschen schnellgreifende finanzielle und soziale Hilfe und Father Jean Jose ist auf Ihre Spenden angewiesen. Mit dieser Unterstützung finanziert z.B. das Bistum Marthandam neben Arzt- und Kranken-hausbehandlungen auch Kindergärten oder das Sterbehospiz. Es kauft Land, Saatgut, Hühner, Ziegen oder Kühe, es prüft und fördert den Hausbau armer Familien und lehrt sie, mit kleinen Rücklagen gut und sinnvoll zu wirtschaften.
Ein Haus mit einfachster Ausstattung – 26 Betten in drei großen Räumen, die letzte Station für Menschen, gefunden im Schmutz der indischen Straßen, wo sie allein und elend zum Sterben lagen. Sie wurden in dieses Hospiz gebracht, erfahren hier noch einmal menschliche Nähe und Fürsorge, bekommen frische Kleidung, sauberes Trinkwasser. Sie sind in der Obhut einer Ordensschwester, die ihre Hand hält, ihre Wangen streichelt – und sie auch beerdigen wird. Mit Hilfe von Spendengeldern konnte dieses Haus gekauft werden, jetzt gibt es sogar eine Waschmaschine – zur Entlastung und Freude der Schwestern.

Der Förderverein „Indienhilfe Saar e.V.“
ist selbstlos tätig und garantiert, dass alle Sach- und Geldspenden unmittelbar und zu 100% in die Förderung hilfsbedürftiger Menschen aus Indien fließen. Durch konkrete Bildungs- und Entwicklungs-Zusammenarbeit mit indischen Partnerorganisationen unterstützen wir bessere Lebensperspektiven für benachteiligte Menschen. Helfen Sie uns dabei! Das durchschnittliche Einkommen eines Familien-Haushaltes der ländlichen Region liegt unter 50 € im Monat. Zu wenig um Nahrung, Kleidung, Medizin und die Ausbildung der Kinder zu finanzieren. Mit Ausbildungshilfen und persönlichen Schulpatenschaften unterstützen wir daher in Kindergärten, Grund- und weiterführenden Schulen die Familien. Angebote spezieller Mädchen- und Frauenförderprojekte stärken ihre Talente und verbessern so den Status und die gesellschaftliche Anerkennung von Frauen. Seminare und Selbsthilfegruppen vermitteln gesundheitsbezogene Themen und schaffen neues Bewusstsein für Hygiene, gesunde Ernährung und organischen, biologischen Landbau.

Spenden gehen in persönliche Hilfen zur Versorgung Schwangerer, Kranker oder Benachteiligter und in die häusliche Palliativpflege. Brunnen- und Trinkwasserprojekte, Schaffen von Wohnraum mit eigener Toilette und Elektrizität oder die Förderung von Selbständigkeit und Kleinunternehmern sind weitere konkrete Hilfsprojekte.
Wenn auch Sie uns helfen möchten, können Sie dies sehr gerne tun.

Hier einige Beispiele:
Mit 20 €/Monat können Sie Pate für ein Schulkind oder einer Familie werden.
Ein Studienplatz inkl. Unterkunft/Verpflegung kostet ca. 130 €/Monat. Der Kauf einer Kuh liegt bei 400 Euro, eine Ziege kostet rund 70 Euro, ein Gruppe Hühner 30 Euro.
Sie können mit Ihrer Spende aber auch die Anschaffung eines Rettungs-+/ Ambulanzwagens unterstützen, denn das Erreichen von Krankenhäusern mit Unfallverletzten, Schwerkranken oder behinderten Menschen ist ein großes Problem in den ländlichen Regionen Indiens. Für dieses Projekt werden noch knapp 20.000 Euro benötigt.
Weitere Infos zu den Bildungs- und Entwicklungsprojekten, den Ausbildungs-Patenschaften oder Nutztier-Spenden bekommen Sie gerne bei der „Indienhilfe Saar e.V.“. Besuchen Sie unsere Website www.indienhilfe-saar.de oder schreiben Sie eine Mail an: indienhilfesaar@gmail.com

Anschrift: Förderverein „Indienhilfe Saar e.V.“ Bahnhofstr. 31a, D- 66793 Saarwellingen
Bankverbindung:

Vereinigte Volksbank eG Förderverein „Indienhilfe Saar e.V.“ IBAN: DE07 5909 2000 154030 0000 BIC: GENODE51SB2 Stichwort: Ihren Verwendungszweck

Wünschen Sie eine Spendenbescheinigung, dann geben Sie uns bitte noch auf der Überweisung oder per Mail Ihre Postanschrift an.

Danke von Herz zu Herz an alle Spender.

Susanne kam jetzt aus Indien zurück und hat uns diese Fotos mitgebracht.

Wir fliegen nächstes Jahr wieder nach Südindien und wer uns Gelder für Hühner, Ziegen oder für das Hospiz mitgeben möchte, kann dies gerne tun. Wir bürgen mit unserem Namen, dass das Geld genau an der Stelle ankommt, an der Sie es haben möchten.

 


Stand: 08.08.2017

Liebe Klienten, liebe Freunde, liebe Interessenten,

der 8. Oktober 2015 war ein ganz besonderer Tag in meinem Leben, denn ich durfte meine Spendengelder, die ich in den letzten drei Jahren für Indien gesammelt hatte, beim Bischof Vincent MarPaulos abgeben.

Der südindische Bischof war Gast bei Frau Graff in Rehlingen, die schon seit 43 Jahren die Kinder in Südindien mit Vermittlungen von Patenschaften und Spendengeldern unterstützt.

Viele von euch hatten mir in den letzten Jahren “Geld für Matratzen” gegeben oder einfach auch an Weihnachten Geld für Indien gespendet. Aus meinen Sitzungen habe ich stets einen Obolus in meinen “Sparstrumpf” gegeben und so kam eine beachtliche Summe zusammen.
Der Bischof, ein sehr symphathischer, humorvoller und weltoffener Mensch, bedankte sich ganz herzlich und erklärte, wie dringend das Geld benötigt wird. Er arbeitet in Indien mehr als Straßenarbeiter oder Sozialarbeiter und nicht als Kirchenvater. Die Kirche ist direkt mit den Menschen und mit der Hilfe der Menschen verbunden. So wurde ein Hospiz gegründet, indem die alten Menschen, die in Straßengräben oder Büschen liegen, um zu sterben, wenigstens für die letzten Tage ihres Lebens eine liebevolle Begleitung haben.
Diese Bilder haben mich sehr berührt.

Er erklärte uns, dass Indien kein Sozialstaat ist, und dass somit keiner von einem sozialen Netz aufgefangen wird. Wenn Eltern sterben, stehen die Kinder alleine auf der Strasse. Wenn der Familienvater stirbt, müssen die anderen Familienmitglieder zusehen, wie sie ihren Lebensunterhalt bestreiten. Er hat uns ganz viele Beispiele genannt und mir wurde bewusst, dass wir hier in Deutschland sehr komfortabel leben.

***
Der Bischof kommt nächstes Jahr im Oktober wieder nach Deutschland und ich habe ihn zu uns nach Trier eingeladen. Bis dahin werde ich wieder Geld sammeln. Das neuste Projekt ist die Hilfe zur Selbsthilfe.
Bischof Vincent erklärte uns, dass ein Huhn 3,– €, eine Ziege 70,– € und eine Kuh 400,– € kosten. Wenn die Familien die Tiere erhalten, so haben sie zugleich eine Nahrungsgrundlage und dies erleichtert schon vieles.
So habe ich mich entschieden, meine Praxishonorare zum ersten Januar auf 75,– € zu erhöhen und direkt Geld in dieses Projekt fließen zu lassen.

Legen wir doch mal alle die Hand auf´s Herz. Uns geht es doch wirklich gut. Und wir müssen alle nicht auf 3,– € schauen. Hier in Deutschland versuchen wir immer mehr Besitz und Reichtum anzuschaffen und wenn wir es haben, dann sorgen wir uns um die Sicherheit. Es ist schon eine sehr paradoxe Welt.

Ich danke allen unter euch, die immer wieder bereit sind, ihre Fülle mit den Ärmsten der Armen zu teilen. Und ich danke auch allen, die mir Geld gaben ohne eine Spendenbescheinigung für das Finanzamt zu verlangen. Danke für euer großes Herz und eure Nächstenliebe.

Also ihr Lieben, wenn euer Herz sich öffnet und ihr euch angesprochen fühlt, so freue ich mich, wenn ihr mich besucht und sich mein Strumpf bald wieder füllt.

Gerne informiere ich euch, wenn der Bischof das nächste Mal kommt, denn vielleicht möchtet ihr diesen wundervollen und sehr humorvollen Mann, der übrigens fließend deutsch spricht, persönlich kennen lernen.
Nochmals meinen allerherzlichsten Dank für eure Spenden.
Fühlt euch herzlich umarmt und gesegnet.

Alles Liebe
Silvie
Stand: Oktober 2015

Fast ein Rehlinger Bischof
Von SZ-Redakteur Harald Knitter (Veröffentlicht Saarbrücker Zeitung am 19.06.2010)

Seine sanfte Stimme kommt vielen Rehlingern bekannt vor, doch mancher erkennt ihn zurzeit nicht. “Am 25. Januar bin ich zum Bischof ernannt worden, seit dem 26. lasse ich den Vollbart wachsen”, sagt der Inder in gepflegtem Deutsch, “bei uns wird das von einem Bischof erwartet, damit er ein väterliches Erscheinungsbild hat.” Am 13. März ist er mit drei anderen Priestern in Südindien zum Bischof geweiht worden – nach syro-malankarischem Ritus in einer fünfstündigen Zeremonie. Trotz 42 Grad Hitze wohnten über 20 000 Menschen der Bischofsweihe bei. Nach seinem Antrittsbesuch bei Papst Benedikt XVI. am 7. Juni ist er gleich von Rom nach Rehlingen weitergereist, um hier am Sonntag die Messe zu feiern.

Denn hier ist der 47-Jährige eigentlich bekannt und hier lebt eine Frau, die für ihn, wie für viele indische Kinder fast eine Mutter ist. Ursula Graff koordiniert seit 43 Jahren die Indienhilfe, die sie mit ihrer Schwester Anita Gasper, bis zu deren Tod vor acht Jahren, gemeinsam aufgebaut hat. Mehr als 600 Kinder haben über sie derzeit Paten, die ihnen je 15 Euro im Monat spenden. “Das Geld geht ohne Abzüge nach Indien”, betont Graff, die für die Verwaltungskosten selbst aufkommt und Portokosten von einer Firma gestiftet bekommt. “Dadurch hat das Kind eine Chance auf eine Schulausbildung”, erläutert Graff, die von ihrer jüngsten Indienreise wieder gut 100 Anfragen mitgebracht hat: “Hinter jedem Kind steckt ein Schicksal, oft ist der Vater krank, die Eltern sind meist Analphabeten“.