Indienprojekt

Neues Papaya Projekt angelaufen

Ihr Lieben, herzlichen Dank für Eure Spenden. Dank Euch konnten wir schon jede Menge Papaya Pflänzchen an bedürftige Familien abgeben.

Jede Familie erhält 2 Pflanzen und eine Anleitung, wie sie mit den Pflanzen umzugehen haben. Die Priester fahren zu den Familien und schauen, ob die Pflanzen wachsen. Ungefähr nach 10 – 12 Monaten können die ersten Papaya´s geerntet werden. Papya´s sind sehr gesund. Sie können als Obst oder auch als Salat gegessen werden und bereichern so den Speiseplan der armen Menschen.

Wenn Du unser Projekt unterstützen möchtest, freuen wir uns über Deine Spende.

Gerne zeige ich Dir ein paar Fotos von der Übergabe der Papaya´s an die Frauen.

Wenn Du unser Projekt unterstützen möchtest, so schreibe bitte in Deine Überweisung als Stichwort: Papaya-Projekt.

Hier findest Du unsere Bankverbindung:

Förderverein „Indienhilfe Saar e.V.“
IBAN: DE07 5909 2000 1540 3000 00
BIC: GENODE51SB2

Wir stellen Dir gerne eine Spendenquittung aus.

Herzlichen Dank für Deine Unterstützung – Du hilfst nicht nur armen Menschen, sondern auch dem Klima – mit jedem Baum der gepflanzt wird.

Neue Projekte

Startgeld für ein neues Zuhause – 2250 Euro fehlen dazu noch:

Eine Explosion im Steinbruch verletzte Mr. Rajappan schwer, all ihr Geld brauchte die Familie für Operationen, damit er überleben konnte – arbeiten kann er nichts mehr – deshalb leben seine 4 Kindern jetzt in einem völlig maroden Haus, das keinem Monsunregen mehr standhält. Die Küche ist nur notdürftig mit blauen Planen bedeckt… Wir wollen Familie Rajappan helfen!

Ein Licht in der Dunkelheit – für 20 arme Familien!

Mit diesem neuen Projekt wollen wir Licht zu 20 Familien bringen, die in ärmlichen Verhältnissen und ohne Stom leben. Zwölf Stunden Dunkelheit jeden Tag im Jahr – Häuser, Grundstücke, Wege unbeleuchtet – Unfallgefahren gerade für die Kinder überall. Ein Solarpanel kann Strom erzeugen, es kostet wenig, nur 90 Euro – aber bringt den Menschen Licht und Sicherheit.

In dieser Hütte lebte eine verwitwete Mutter mit ihrem schwerbehinderten Sohn – mit Spendengeldern konnten wir dazu beitragen, dass ihr Zuhause saniert und eine Toilette gebaut wurde.

Indienreise Januar 2019

Jörg und ich waren mit Freunden in Indien, ganz unten im Süden, in den Bundesstaaten Tamil Nadu und in Kerala. Wir besuchten unsere Ansprechpartner von den Organisationen „HOM“ und „MIDS“ sowie den Bischof von Südindien, Herr Vicent Mar Paulos und konnten mit eigenen Augen sehen, wie viel wir mit unseren Spendengeldern des Födervereins „Indienverein Saar eV.“ schon umsetzen konnten.

Es waren sehr berührende Tage und ich hatte mehrmals am Tag Tränen in den Augen. Meistens vor Freude und Begeisterung. Mein Herz war ständig am Überlaufen und oftmals fand ich einfach keine Worte – was bei mir selten vorkommt…..

Wir sahen, welch großartige Unterstützung unser gespendetes Geld leisten konnte und gleichzeitig wurde uns bewusst, wie gut es uns geht.

In den Regionen, in denen wir unterwegs waren, haben die Menschen oftmals noch keinen Wasseranschluss und sie müssen 500 m bis 900 m laufen, um sich ihr Wasser aus dem Brunnen zu holen. Damit kochen sie, waschen das Geschirr ab und machen den Haushalt und waschen sich selbst damit. Es ist unglaublich, wie viel die Menschen dort alleine an Wasser tragen müssen.

Zuhause wurde mir wieder sehr deutlich bewusst, welch eine Gnade es ist, einfach den Wasserhahn aufdrehen zu können und es kommt sauberes, trinkbares Wasser raus.

Wir haben Frauen gesehen, die gemeinsam mit ihren Waschbrettern die Kleider ihrer Familien wuschen. Es war erstaunlich, wie fröhlich sie bei dieser Schwerstarbeit waren.

Am zweiten Tag besuchten wir dann die Organisation „HOM“ – Health for one Million, und dort das Heim für behinderte Kinder und Jugendliche. Als erstes fiel mir auf, dass sie die Kinder „Special Children“ nennen, was mich persönlich sehr beeindruckte. Wir wurden dann auf´s Herzlichste begrüßt und gesegnet, und die Kinder überreichten uns Rosen, zeigten uns einen kleinen Tanz und sangen etwas für uns.
Diese Einrichtung bietet geistig behinderten Kindern die Möglichkeit, in einer geschützten Tagesschule im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu lernen und sich wichtige Dinge des täglichen Lebens anzueignen. Gleichzeitig gibt die Ganztagesbetreuung der Special Children den Eltern die Möglichkeit, zu arbeiten, Geschwister, Haus und Tiere zu versorgen. Abends werden die Kinder in einem Schulbus nach Hause zurückgebracht. Wir haben uns dann die Einrichtung angesehen und sahen, dass es noch viele Möglichkeiten gibt, um die therapeutischen Bedingungen zu optimieren.

Am nächsten Tag fuhren wir in das „Shalom-Haus“, ein Haus, in dem Menschen würdevoll sterben können. Wir waren in diesem Haus mit einfachster Ausstattung: 26 Betten in drei großen Sälen, die letzte Station für Menschen, die gefunden wurden im Schmutz der indischen Straßen, wo sie elend und alleine zum Sterben lagen. Sie wurden in diesem Hospiz aufgenommen, erfahren hier noch einmal Fürsorge und Nähe, bekommen frische Kleidung und sauberes Trinkwasser.

Sie werden betreut von einer Ordensschwester, Schwester Thelma, die ihnen vorliest, über ihre Wangen streichelt – und sie nach nur wenigen Tagen auch beerdigen wird.

Spendengelder haben geholfen, dieses Sterbehaus zu finanzieren, und auch die erste Waschmaschine – zur Entlastung und dankbaren Freude der Schwestern.

Mit Spendengeldern soll auch die Palliativ-Versorgung verbessert sowie wichtige Medikamente und dringend gebrauchte Hilfsmittel besorgt werden.

Obwohl dieser Rundgang uns sehr berührte, hatten wir ein dankbares Gefühl im Herzen. Es lag auch sicherlich an Schwester Thelma, die uns sehr beeindruckte mit ihrer offenen und liebevollen Art.

Und wieder einen Tag später, saßen wir in einer Runde mit ungefähr 50 Frauen, die sich zu einer „Selbsthilfegruppe“ organisiert haben und sich gegenseitig helfen. Sie werden von „HOM“ unterstützt, geschult und betreut und lernen so, einen eigenen Küchengarten anzulegen, die Pflege von kranken Familienmitgliedern, Geld zu sparen und sie geben sich gegenseitig „Mikrokredite“ wenn eine der Frauen ein neues Geschäft eröffnen möchte. Selbstverständlich unterliegt das Ganze einer strengen und ausführlichen Buchhaltung und jede Rupie wird gebucht.

Inzwischen gibt es in Tamil Nadu rund 130 solcher Frauen-Selbsthilfegruppen. Ein Priester sagte, wir reden mit den Frauen, dann kommen die Projekte ins Laufen…….

Hier wird wirklich Hilfe zur Selbsthilfe gelebt. Es war sehr aufschlussreich, sich mit diesen wundervollen Frauen mit Händen und Füßen und teilweise in Englisch zu unterhalten.

An einem Abend waren wir bei dem Bischof zum Abendessen eingeladen und erfuhren nochmals soviel Herzlichkeit und Wärme und sehr viel Dankbarkeit für unser Engagement.

Wie ihr wisst, bin ich der Kirche gegenüber sehr kritisch. Was ich aber nun aus eigener Erfahrung sagen kann, ist, dass die Kirche in Indien sich doch sehr von der Kirche in Deutschland unterscheidet. Die Priester in Indien sind Sozialarbeiter, Streetworker, Berater und Mittler und erst an zweiter Stelle Priester. Sie helfen und unterstützen vor Ort, geben seelischen Beistand, trösten und schenken den Menschen Zuversicht und Hoffnung.

Da es keine Sozialversicherungssysteme für die Bevölkerung in Indien gibt, versorgt die Diözese Marthadam mit ihrem Sozialdienst MIDS und ihrer Gesundheitsorganisation HOM arme Menschen, die sich eine kostspielige medizinische Behandlung nicht leisten können, durch eigene Krankenstationen und ein Missions-Krankenhaus.

Einer der ganz großen Höhepunkte dieses Urlaubes war, dass wir unser 13 jähriges Patenkind Aswathy, ihre Mutter Leelabei und ihren Bruder Rejin kennenlernen durften. Wir wurden in ihrem Haus so liebevoll empfangen und tauschten uns endlich live und mit allen Emotionen aus. Wir standen die ganzen Jahre schon über Briefe in Kontakt, doch die Menschen zu umarmen, miteinander zu weinen und zu lachen, das berührte uns beide bis ins Mark.

Der Abschied von ihnen fiel uns sehr schwer.

Einen Tag darauf hatten wir wieder Grund, uns so sehr zu freuen, dass vor lauter Freude über das Wiedersehen zu meinem Freund Mansukh, wieder die Tränen liefen. Also Mädels, Schminke kann man in Indien vergessen….

Wir lernten Mansukh vor neun Jahren in Indien kennen und lieben. Er ist ein begnadeter Maler und ich habe Bilder von ihm mitgebracht und verkaufe sie hier. Er ist der spirituellste indische Mensch, den ich je kennenlernen durfte. Er lebt ein absolut einfaches Leben und sein ganzes Sein ist darauf ausgelegt, niemals einen Menschen oder ein Tier zu verletzen. Er achtet sehr darauf, kein negatives Karma aufzubauen.

Sein bester Freund ist vor einigen Jahren in den Brunnen gefallen und erlag seinen Verletzungen. Auf dem Sterbebett bat er Mansukh, dass er sich bitte seiner Frau und den 5 Kindern annehmen solle. Mansukh versprach dies seinem besten Freund und nahm nun diese Familie in seine Obhut. Er schenkte ihnen seinen Namen und versorgt sie.

Mansukh begleitete uns zum Abschluss unserer Reise nach Puttaparthi in den Asram von Sai Baba. Dort verbrachten wir dann noch vier hoch spirituelle Tage und waren jeden Tag im Darshan bei Sai Baba. Obwohl Sai Baba seit 8 Jahren tot ist, pilgern die Menschen immer noch in seinen Ashram und die Energie ist immer noch so hoch wie zu seinen Lebzeiten.

An dieser Stelle möchte ich allen unseren Spendern nochmals von Herzen danken. Durch Ihre / Deine Spenden können wir so vielen Familien helfen und die Not ein wenig lindern. Danke von ganzem Herzen!!!

Auch möchte ich es nicht versäumen, Bischof Vincent Mar Paulis, Father Jean Jose und allen andern Helfern und Organisatoren von HOM und MIDS zu danken.

Wir haben versprochen, dass wir bald wiederkommen. Ich freue mich jetzt schon auf Incredible India.

Besuch von Father Jean Jose aus Indien.

Unser lieber Father Jean Jose war vier Wochen bei uns zu Besuch. Wir hatten die erste Jahreshauptversammlung unseres Vereins mit ihm und Susanne und ich wurden als Vorstandsmitglieder entlastet.

Weiterhin gab es eine Reihe von Veranstaltungen, in denen Father Jean Jose uns von seinem Projekt “HOM – Home for one million people” erzählte und uns viele Bilder zeigte. Wir sahen, was mit den Spendengeldern inzwischen schon alles entstehen konnte.

Er bedankte sich mit einer kleinen Messe und Segnungen bei allen Spendern.

Einen ganz großen Dank möchten wir der Firma IGM in Medard aussprechen, die unseren Verein mit einer Spende in Höhe von 5.000,– € unterstützte.

Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen Klienten ganz herzlich bedanken, die immer wieder Gelder für Hühner, Ziegen oder für die Kinder bei mir abgeben. Weiterhin danke ich von Herzen allen Besuchern der Abende in Trier und in Merzig und danke auch hier für die zahlreichen Spenden und die Patenschaften, die übernommen wurden.

Auch im Namen meiner Freundin Susanne, kann ich sagen, dass wir sehr glücklich und dankbar sind, dass wir so viele liebevolle Unterstützer und so viele Spender gewinnen konnten.

Im Januar fliegen wir wieder nach Indien und dann werde ich Euch/Ihnen berichten können, was Neues und Gutes entstanden ist.

Namasté

Silvie

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Meine Freundin Susanne und ich haben 2017 den Förderverein Indien Saar gegründet. Liebe Freunde halfen uns bei der Gründung und so können wir nun für alle Ihre Spenden eine Spendenquittung erstellen.

Ich habe die Schönen aber auch die Schattenseiten Indiens kennengelernt und vieler Orts gesehen, warum Pfarrer Jean Jose, unser Gründungsmitglied, uns um Unterstützung bittet. In Schulungen vermittelt der Priester – mit Schwestern und Mitarbeiter vom sozialen Dienst – den Frauen der Gemeinden, wie sie mit einem Verkaufsstand, durch Schneidern oder mit Ziegen und Hühnern ihr Grundeinkommen sichern und die ärgste Not zu Hause lindern können. Denn viele Familienväter sind oft nur Tagelöhner –funktionierende Sozialsysteme für benachteiligte oder kranke Menschen, wie bei uns in Europa, gibt es in Indien nicht.

Südindien ist ein fruchtbares Land: Bananen, Reis und Kokosnüsse werden kultiviert. Aber Dürre oder Regenzeiten bringen auch immer wieder existentielle Not. Dann brauchen die Menschen schnellgreifende finanzielle und soziale Hilfe und Father Jean Jose ist auf Ihre Spenden angewiesen. Mit dieser Unterstützung finanziert z.B. das Bistum Marthandam neben Arzt- und Kranken-hausbehandlungen auch Kindergärten oder das Sterbehospiz. Es kauft Land, Saatgut, Hühner, Ziegen oder Kühe, es prüft und fördert den Hausbau armer Familien und lehrt sie, mit kleinen Rücklagen gut und sinnvoll zu wirtschaften.
Ein Haus mit einfachster Ausstattung – 26 Betten in drei großen Räumen, die letzte Station für Menschen, gefunden im Schmutz der indischen Straßen, wo sie allein und elend zum Sterben lagen. Sie wurden in dieses Hospiz gebracht, erfahren hier noch einmal menschliche Nähe und Fürsorge, bekommen frische Kleidung, sauberes Trinkwasser. Sie sind in der Obhut einer Ordensschwester, die ihre Hand hält, ihre Wangen streichelt – und sie auch beerdigen wird. Mit Hilfe von Spendengeldern konnte dieses Haus gekauft werden, jetzt gibt es sogar eine Waschmaschine – zur Entlastung und Freude der Schwestern.

Der Förderverein „Indienhilfe Saar e.V.“
ist selbstlos tätig und garantiert, dass alle Sach- und Geldspenden unmittelbar und zu 100% in die Förderung hilfsbedürftiger Menschen aus Indien fließen. Durch konkrete Bildungs- und Entwicklungs-Zusammenarbeit mit indischen Partnerorganisationen unterstützen wir bessere Lebensperspektiven für benachteiligte Menschen. Helfen Sie uns dabei! Das durchschnittliche Einkommen eines Familien-Haushaltes der ländlichen Region liegt unter 50 € im Monat. Zu wenig um Nahrung, Kleidung, Medizin und die Ausbildung der Kinder zu finanzieren. Mit Ausbildungshilfen und persönlichen Schulpatenschaften unterstützen wir daher in Kindergärten, Grund- und weiterführenden Schulen die Familien. Angebote spezieller Mädchen- und Frauenförderprojekte stärken ihre Talente und verbessern so den Status und die gesellschaftliche Anerkennung von Frauen. Seminare und Selbsthilfegruppen vermitteln gesundheitsbezogene Themen und schaffen neues Bewusstsein für Hygiene, gesunde Ernährung und organischen, biologischen Landbau.

Spenden gehen in persönliche Hilfen zur Versorgung Schwangerer, Kranker oder Benachteiligter und in die häusliche Palliativpflege. Brunnen- und Trinkwasserprojekte, Schaffen von Wohnraum mit eigener Toilette und Elektrizität oder die Förderung von Selbständigkeit und Kleinunternehmern sind weitere konkrete Hilfsprojekte.
Wenn auch Sie uns helfen möchten, können Sie dies sehr gerne tun.

Hier einige Beispiele:
Mit 20 €/Monat können Sie Pate für ein Schulkind oder einer Familie werden.
Ein Studienplatz inkl. Unterkunft/Verpflegung kostet ca. 130 €/Monat. Der Kauf einer Kuh liegt bei 400 Euro, eine Ziege kostet rund 70 Euro, ein Gruppe Hühner 30 Euro.
Sie können mit Ihrer Spende aber auch die Anschaffung eines Rettungs-+/ Ambulanzwagens unterstützen, denn das Erreichen von Krankenhäusern mit Unfallverletzten, Schwerkranken oder behinderten Menschen ist ein großes Problem in den ländlichen Regionen Indiens. Für dieses Projekt werden noch knapp 20.000 Euro benötigt.
Weitere Infos zu den Bildungs- und Entwicklungsprojekten, den Ausbildungs-Patenschaften oder Nutztier-Spenden bekommen Sie gerne bei der „Indienhilfe Saar e.V.“. Besuchen Sie unsere Website www.indienhilfe-saar.de oder schreiben Sie eine Mail an: indienhilfesaar@gmail.com

Anschrift: Förderverein „Indienhilfe Saar e.V.“ Bahnhofstr. 31a, D- 66793 Saarwellingen
Bankverbindung:

Vereinigte Volksbank eG Förderverein „Indienhilfe Saar e.V.“ IBAN: DE07 5909 2000 154030 0000 BIC: GENODE51SB2 Stichwort: Ihren Verwendungszweck

Wünschen Sie eine Spendenbescheinigung, dann geben Sie uns bitte noch auf der Überweisung oder per Mail Ihre Postanschrift an.

Danke von Herz zu Herz an alle Spender.

Susanne kam jetzt aus Indien zurück und hat uns diese Fotos mitgebracht.

Wir fliegen nächstes Jahr wieder nach Südindien und wer uns Gelder für Hühner, Ziegen oder für das Hospiz mitgeben möchte, kann dies gerne tun. Wir bürgen mit unserem Namen, dass das Geld genau an der Stelle ankommt, an der Sie es haben möchten.

 


Stand: 08.08.2017

Liebe Klienten, liebe Freunde, liebe Interessenten,

der 8. Oktober 2015 war ein ganz besonderer Tag in meinem Leben, denn ich durfte meine Spendengelder, die ich in den letzten drei Jahren für Indien gesammelt hatte, beim Bischof Vincent MarPaulos abgeben.

Der südindische Bischof war Gast bei Frau Graff in Rehlingen, die schon seit 43 Jahren die Kinder in Südindien mit Vermittlungen von Patenschaften und Spendengeldern unterstützt.

Viele von euch hatten mir in den letzten Jahren “Geld für Matratzen” gegeben oder einfach auch an Weihnachten Geld für Indien gespendet. Aus meinen Sitzungen habe ich stets einen Obolus in meinen “Sparstrumpf” gegeben und so kam eine beachtliche Summe zusammen.
Der Bischof, ein sehr symphathischer, humorvoller und weltoffener Mensch, bedankte sich ganz herzlich und erklärte, wie dringend das Geld benötigt wird. Er arbeitet in Indien mehr als Straßenarbeiter oder Sozialarbeiter und nicht als Kirchenvater. Die Kirche ist direkt mit den Menschen und mit der Hilfe der Menschen verbunden. So wurde ein Hospiz gegründet, indem die alten Menschen, die in Straßengräben oder Büschen liegen, um zu sterben, wenigstens für die letzten Tage ihres Lebens eine liebevolle Begleitung haben.
Diese Bilder haben mich sehr berührt.

Er erklärte uns, dass Indien kein Sozialstaat ist, und dass somit keiner von einem sozialen Netz aufgefangen wird. Wenn Eltern sterben, stehen die Kinder alleine auf der Strasse. Wenn der Familienvater stirbt, müssen die anderen Familienmitglieder zusehen, wie sie ihren Lebensunterhalt bestreiten. Er hat uns ganz viele Beispiele genannt und mir wurde bewusst, dass wir hier in Deutschland sehr komfortabel leben.

***
Der Bischof kommt nächstes Jahr im Oktober wieder nach Deutschland und ich habe ihn zu uns nach Trier eingeladen. Bis dahin werde ich wieder Geld sammeln. Das neuste Projekt ist die Hilfe zur Selbsthilfe.
Bischof Vincent erklärte uns, dass ein Huhn 3,– €, eine Ziege 70,– € und eine Kuh 400,– € kosten. Wenn die Familien die Tiere erhalten, so haben sie zugleich eine Nahrungsgrundlage und dies erleichtert schon vieles.
So habe ich mich entschieden, meine Praxishonorare zum ersten Januar auf 75,– € zu erhöhen und direkt Geld in dieses Projekt fließen zu lassen.

Legen wir doch mal alle die Hand auf´s Herz. Uns geht es doch wirklich gut. Und wir müssen alle nicht auf 3,– € schauen. Hier in Deutschland versuchen wir immer mehr Besitz und Reichtum anzuschaffen und wenn wir es haben, dann sorgen wir uns um die Sicherheit. Es ist schon eine sehr paradoxe Welt.

Ich danke allen unter euch, die immer wieder bereit sind, ihre Fülle mit den Ärmsten der Armen zu teilen. Und ich danke auch allen, die mir Geld gaben ohne eine Spendenbescheinigung für das Finanzamt zu verlangen. Danke für euer großes Herz und eure Nächstenliebe.

Also ihr Lieben, wenn euer Herz sich öffnet und ihr euch angesprochen fühlt, so freue ich mich, wenn ihr mich besucht und sich mein Strumpf bald wieder füllt.

Gerne informiere ich euch, wenn der Bischof das nächste Mal kommt, denn vielleicht möchtet ihr diesen wundervollen und sehr humorvollen Mann, der übrigens fließend deutsch spricht, persönlich kennen lernen.
Nochmals meinen allerherzlichsten Dank für eure Spenden.
Fühlt euch herzlich umarmt und gesegnet.

Alles Liebe
Silvie
Stand: Oktober 2015

Fast ein Rehlinger Bischof
Von SZ-Redakteur Harald Knitter (Veröffentlicht Saarbrücker Zeitung am 19.06.2010)

Seine sanfte Stimme kommt vielen Rehlingern bekannt vor, doch mancher erkennt ihn zurzeit nicht. “Am 25. Januar bin ich zum Bischof ernannt worden, seit dem 26. lasse ich den Vollbart wachsen”, sagt der Inder in gepflegtem Deutsch, “bei uns wird das von einem Bischof erwartet, damit er ein väterliches Erscheinungsbild hat.” Am 13. März ist er mit drei anderen Priestern in Südindien zum Bischof geweiht worden – nach syro-malankarischem Ritus in einer fünfstündigen Zeremonie. Trotz 42 Grad Hitze wohnten über 20 000 Menschen der Bischofsweihe bei. Nach seinem Antrittsbesuch bei Papst Benedikt XVI. am 7. Juni ist er gleich von Rom nach Rehlingen weitergereist, um hier am Sonntag die Messe zu feiern.

Denn hier ist der 47-Jährige eigentlich bekannt und hier lebt eine Frau, die für ihn, wie für viele indische Kinder fast eine Mutter ist. Ursula Graff koordiniert seit 43 Jahren die Indienhilfe, die sie mit ihrer Schwester Anita Gasper, bis zu deren Tod vor acht Jahren, gemeinsam aufgebaut hat. Mehr als 600 Kinder haben über sie derzeit Paten, die ihnen je 15 Euro im Monat spenden. “Das Geld geht ohne Abzüge nach Indien”, betont Graff, die für die Verwaltungskosten selbst aufkommt und Portokosten von einer Firma gestiftet bekommt. “Dadurch hat das Kind eine Chance auf eine Schulausbildung”, erläutert Graff, die von ihrer jüngsten Indienreise wieder gut 100 Anfragen mitgebracht hat: “Hinter jedem Kind steckt ein Schicksal, oft ist der Vater krank, die Eltern sind meist Analphabeten“.