Newsletter im Juni 2016

Let´s talk about love and sex…

Liebe Freunde, liebe Klienten, liebe Interessenten,

erst einmal möchte ich mich ganz herzlich für die vielen Glückwünsche, Geschenke und die lieben Gäste, die mit mir mein Praxisjubiläum feierten, bedanken.

Meine „Starthilfekabel“ haben einen Ehrenplatz in meiner Praxis. Danke für so viel Liebe, Wertschätzung und Freundschaft. Ich bin immer noch berührt, wenn ich an den Tag und eure Worte denke.

Dieses Mal habe ich ein wenig mehr Zeit gebraucht, um zu schreiben, da ich in der Meditation die Aufforderung bekam, die Ausbildung zum Heilenergetik Coach zu verändern und meinen Newsletter über Nähe, Intimität und Sexualität zu schreiben.

Da musste ich erst einmal selbst Luft holen und in mich gehen. Die Ausbildung haben wir nun geändert und den Start in das nächste Jahr verlegt. Alle Informationen und den neuen Flyer findet ihr hier:  Geänderte Ausbildung zum Heilenergetik-Coach

Über Partnerschaft, Nähe, Intimität und Sexualität werde ich wohl mehrere Newsletter schreiben, denn das Gebiet ist so umfassend und es soll ja auch verständlich übermittelt werden.

Also, starten wir mit einem sehr wichtigen Thema, der Differenzierung.

Immer mehr Paare oder Frauen kommen in die Praxis und klagen über den Verlust der Nähe, über den „Alltagstrott“ in der Partnerschaft oder über sexuelle Unlust. Viele Paare vertrauen mir an, dass sie schon seit Jahren keine Sexualität mehr leben. Die einen bedauern dies, die anderen haben sich still und traurig damit abgefunden. Manchen leiden im Stillen, die anderen suchen sich die Sexualität außerhalb der Beziehung und leiden unter ihrem Fremdgehen.

Es scheint ein Teufelskreislauf zu sein, der immer mehr Menschen viel Leid und Druck macht.

Viele Frauen weinen, da in den Medien Zahlen umherschwirren, dass Paare drei Mal die Woche Sex miteinander haben. Doch die Wirklichkeit sieht einfach anders aus. Häufig leiden Frauen darunter, dass sie keine Lust mehr spüren und einfach nur „mit machen“ des lieben Frieden willen und Männer klagen, dass sie unter Erektionsstörungen leiden oder ständig von ihren Frauen „abgewimmelt“ werden. Das bringt dann auch Frust statt Lust.

Doch diese „Probleme“ kommen ja nicht umsonst. Wie bei allem, was uns im Leben widerfährt, sollen wir auch hier genauer hinschauen und die Botschaften verstehen lernen.

Ganz oft höre ich die Frage: „Habe ich mir den richtigen Partner ausgesucht?“

Diese Frage bringt den Anfang und das Ziel einer Paarbeziehung durcheinander. Wir suchen uns keinen Menschen aus, der perfekt zu uns passt, denn wir sind ja selbst nicht perfekt. Das Universum oder das Schicksal schenkt uns einen makellosen Diamanten – deinen Partner – im Rohzustand. Nur wenn wir wirklich und wahrhaftig bereit sind, jeden Teil unseres Selbst abzuschleifen, der sich zu einer Verbindung mit dem Gegenüber nicht eignet, finden wir uns am Ende als Seelenverwandte.

Differenzierung bedeutet, dass zwei elementare Lebenskräfte in Einklang zu bringen sind. Und zwar dein Bedürfnis nach Individualität und dein Bedürfnis nach dem Miteinander. Das ist für viele Menschen ein wahrhaftiger Spagat. Doch du kannst es lernen.

Das Element der Individualität treibt uns dazu an, unseren eigenen Vorstellungen zu folgen und unsere Eigenständigkeit und Einzigartigkeit zu entwickeln. Du brauchst niemanden, der dich rettet. Du bist erwachsen und kannst für alle deine Bedürfnisse selbst sorgen. Du bist für dich und dein Glück selbst verantwortlich. Das ist nicht die Aufgabe deines Partners!!!

(Das ist jetzt kein Scherz, ich habe viele Paare, wo einer glaubt, der andere sei für sein Wohlergehen verantwortlich – eine liebe Freundin von uns würde jetzt sagen „Späßle gemacht“ – doch  leider ist dies der Alltag in der Praxis. ).

Du alleine bist für dein Wohlergehen verantwortlich.

Das Element des Miteinanders hält uns dazu an, den Vorgaben zu folgen, die andere uns machen und uns in unsere Gruppe oder in die Partnerschaft einzufügen.

Wenn diese beiden „Kräfte“ in ausgewogener und gesunder Weise Ausdruck finden, kann eine sinnerfüllte zwischenmenschliche Beziehung entstehen, die nicht in eine emotionale Verschmelzung umschlägt.

Um der Partnerschaft willen die eigene Individualität aufzugeben ist langfristig gesehen ebenso kontraproduktiv, wie wenn du um deiner Individualität willen deine Beziehung aufgeben würdest. Beide Varianten haben eine Schwächung sowohl deiner Persönlichkeit als auch der Beziehung zur Folge.

Über die Verschmelzung werde ich nochmals explizit schreiben, denn sie ist die häufigste Ursache, warum Beziehungen und vor allem die Sexualität aus dem Ruder laufen.

Bleiben wir bei der Differenzierung, denn sie beinhaltet die Fähigkeit, im engen emotionalen und körperlichen Kontakt zu anderen ein stabiles Selbstwertgefühl zu wahren, erst recht, wenn dir der Partner immer wichtiger wird. Differenzierung versetzt dich in die Lage, den eigenen Kurs selbst dann zu halten, wenn dein Partner, Freunde und Familienmitglieder Druck auf dich ausüben, damit du einlenkst und konform mit ihnen gehst.

Menschen, die in ihrer Differenzierung weit fortgeschritten sind, können mit anderen einig sein, ohne das Gefühl zu haben, sich zu „verlieren“. (Oft haben Menschen Angst davor, sich in einer neuen Beziehung zu verlieren). Sie können anderer Meinung sein,  ohne sich dabei isoliert oder gekränkt zu fühlen. Sie können mit Menschen, die andere Vorstellungen und Ideen vom Leben haben, verbunden bleiben und dennoch ganz genau „wissen, wer sie selbst sind“. Diese Menschen brauchen sich, um ihrem Selbstgefühl treu bleiben zu können, nicht einer solchen Situation entziehen.

Unser Wunsch nach Nähe und Intimität und unsere Fähigkeit, für andere da zu sein, lassen uns fortwährend Verbindungen zu anderen Menschen suchen. Ein echtes Miteinander setzt aber voraus, dass es auf der emotionalen Ebene eine klare Trennlinie zwischen uns gibt!!!

Differenzierung und emotionale Verschmelzung sind Gegensätze. Differenzierung kann man auch als einen Prozess „höherer Ordnung“ sehen, der zwischen inniger Verbundenheit und Autonomie ein Gleichgewicht herstellt.

Emotionale Verschmelzung hingegen ist Verbundenheit ohne Individualität, also ganz krass gesagt, ohne ein eigenes „ICH“.

Wenn unsere Differenzierungsfähigkeit nur sehr schwach ausgeprägt ist,  führt das unweigerlich zur Entfremdung von denen, die wir lieben. Denn die emotionale Verschmelzung macht uns glauben, dass unsere Verbindung zueinander schwach sei, und weil es uns so vorkommt, als hätten die anderen sich von uns entfernt, gehen wir unsererseits auf Abstand. Doch der tiefere Grund dafür, dass wir auf Abstand gehen, liegt darin, dass wir dem „großen Einfluss“, den der Partner auf uns zu haben scheint, etwas entgegensetzen müssen. Falls wir nicht die Möglichkeit haben, vom Partner abzurücken, können wir auch ganz in der Beziehung aufgehen, haben dann aber das Gefühl „verschlungen“ zu werden.

Bei einer geringen Differenzierung speist sich unsere Identität aus einem gespiegelten Selbstbild. Das heißt, wir sind ständig auf den Kontakt zu anderen, deren Bestätigung und ihre Übereinstimmung (oder nicht Übereinstimmung) mit uns angewiesen. Wir sind sozusagen „abhängig“ vom Partner oder von den Urteilen der anderen.

Im nächsten Newsletter und auch in meinem Blog werde ich mehr über die Verschmelzungstheorien schreiben, denn sie sind meistens das Übel, wenn eine Partnerschaft die Nähe, die Intimität oder die Attraktivität verliert.

Am Ende dieses Kapitels möchte ich dir aber noch eine ganz wichtige Erkenntnis mit auf den Weg geben. Es gehören immer zwei dazu, wenn sich in einer Partnerschaft nichts bewegt oder was vermasselt wird. Doch einer reicht aus, um eine Veränderung in Gang zu bringen. Wenn du dich veränderst, verändert sich die Beziehung. Das ist wie bei einem Mobile, wenn du ein Teilchen veränderst, kommt das ganze Mobile in Bewegung.

Wenn du auch zu den Menschen gehörst, die sich noch in der Verschmelzung befinden, so nimm es einfach wahr und entscheide dich, mehr auf dich und deine Bedürfnisse zu achten. Das heißt nicht, dass du damit gegen deinen Partner arbeitest. Liebe und Verbundenheit entstehen durch die Freiheit des Seins.

Diese Liebe zu dir und zu allen anderen Menschen wünsche ich dir von Herzen.

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Was ich hier schreibe, habe ich alles selbst erlebt. Wie oft hatte ich mich in „abhängige“ Beziehungen hinein manövriert und wusste überhaupt nicht, wie mir geschah. Erst als ich schmerzhaft lernte, für mich selbst einzustehen, erst als ich meinen eigenen Wert entdeckte, mich selbst zu lieben und zu achten begann und feststellte, dass ich alles habe, was ich brauche, erst da begann das Leben und vor allem die Beziehungen leichter zu werden.

Heute kann ich eine wunderbare Partnerschaft leben und dennoch ich selbst sein. Das ist ein Geschenk, ihr Lieben. Darauf lohnt es sich hin zu arbeiten.

In der Ausbildung zum Heilenergetik Coach kommen wir immer wieder an diesen Punkt und werden nicht müde, den Teilnehmern diesen neuen Weg zu zeigen. Ebenso in der Basisausbildung zur gewaltfreien Kommunikation. Auch hier geht es darum, zu lernen, die eigenen Bedürfnisse zu erkennen und dann „giraffisch“ in der Sprache des Herzens, auszudrücken.

Wenn du dir oder deiner  Beziehung etwas Gutes tun möchtest, so lade ich dich ein, melde dich in einer unserer Ausbildungen an.

Alle unsere Seminare findest du hier: Seminare in Deutschland

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Gerne möchte ich in diesem Newsletter noch Anja Keukert, eine Heilpraktikerin aus Gusterath vorstellen, die sich vor zwei Jahren selbständig gemacht hat.

Der Schwerpunkt von Anja´s Arbeit als Heilpraktikerin liegt darin, Stress und Schmerzen abzubauen und dem Burnout vorzubeugen. Denn Stress kann viele körperliche wie auch seelische Beschwerden hervorrufen. Deshalb ist es für sie auch sehr wichtig, ihre Patienten ganzheitlich zu betrachten: Körper – Seele – Geist. Nicht nur die energetische Ebene steht dabei im Vordergrund wie z. B. bei der Akupunktur nach der Traditionellen Chinesischen Medizin oder bei Reiki, sondern auch die Heilung durch Bewusstsein wie in der Quantenheilung. Die Quantenheilung ist die Essenz aus Meditationstechniken, durch die wir uns selbst wahrnehmen und somit auch Wohlgefühle wie inneren Frieden, Freude und Glückseligkeit. Dabei werden körperliche Symptome und emotionale Beschwerden aufgelöst.

Wichtig ist Anja auch, den Menschen Hilfe zur Selbsthilfe anzubieten, um wieder achtsamer mit sich und ihrer Umgebung zu sein. In Kursen bringt sie regelmäßig Patienten und Interessierten Meditationstechniken und Übungen aus der Quantenheilung, aber auch Qigong zur Entspannung und Stressabbau bei.

Schau doch einfach mal auf ihre Homepage, dort findest du weitere Informationen über sie.  http://naturheilpraxis-keukert.de . Nähere Infos gibt es auch telefonisch unter 06588/988333 oder per Mail unter info@naturheilpraxis-keukert.de.

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Und zum Schluss des heutigen Newsletters möchte ich dich noch auf einen ganz besonderen Sonntagnachmittag hinweisen. In Zusammenarbeit mit Dr. Carmen von Nell, von dem Dominikaner Weingut von Nell in Kasel, werden wir am 31. Juli 2016 eine „Meditation im Weinberg“ anbieten. Näheres dazu, erfährst du im nächsten Newsletter bzw. in den nächsten Tagen auf meiner Homepage unter “Aktuelles”.

Wenn du Fragen hast, so schreibe mir, ich freue mich auf deine Zeilen.

Es lebe die Liebe.

In diesem Sinne

ALOHA und bis bald

Silvie